Kunst als kommunikative Praxis

Arbeiten von Studierenden und Absolventen/-innen
 der Abteilung kkp an der Universität für angewandte Kunst Wien

kuratiert von Barbara Putz-Plecko
Galerie Freihausgasse · Galerie der Stadt Villach · Freihausgasse, 9500 Villach
Mittwoch, Donnerstag, Freitag: 9–13 und 14–18 Uhr · Samstag: 9–15 Uhr
Ausstellungsdauer bis 11. Februar 2017

Eröffnung: Dienstag, 13. Dezember 2016, 19 Uhr
Begrüßung: Edith Eva Kapeller
Zur Ausstellung spricht: Barbara Putz-Plecko
Eröffnung: Bürgermeister Günther Albel
Performances von:
Zhou Bin
Markus Edelmann
Lissie Rettenwander
Spricht man heute von Kunst, ist das Spektrum künstlerischer Praxisformen ein enorm weites. Das mag Verunsicherung hervorrufen. Eine oft unmittelbare Reaktion darauf ist der Ruf nach verbindlichen Kriterien – zum Beispiel solchen der Bewertung. Gleichzeitig sind aber gerade suchende und prüfende Bewegungen zwischen möglichen Positionen, der einerseits spielerische, aber zugleich auch reflektierte Wechsel von Perspektiven, ein positives Verständnis von Mehrdeutigkeit, das Hinterfragen von scheinbaren Gewissheiten, das sich Einlassen auf Unvorhersehbares, die Entwicklung von Visionen und Utopien wesentliche Qualitäten künstlerischer Arbeit und ein ganz wesentlicher Beitrag zum Verständnis und Erlebnis von Wirklichkeit. Einer Wirklichkeit, die wir eben nicht nur erfahren, sondern die wir ständig neu schaffen. Kunstwerke sind immer Wegfindungen und Denkgegenstand.
In dieser Ausstellung werden künstlerische Arbeiten von Studierenden und Absolventen/ -innen der Abteilung Kunst und kommunikative Praxis vorgestellt, die in ihrer Vielfalt und ihrem jeweils frischen, persönlichen Zugang sehr gut vermitteln können, wie ein Annähern, Begreifen und Herstellen von Welt über künstlerische Annäherungsweisen und reflektierende,(selbst)kritische Praxen geschieht. Wie sich verschiedene Werkformen und -formate darüber
herstellen. Und wie unterschiedlich diese uns ansprechen.
Eine der vorgestellten Arbeitsweisen ist die Performance. Am Eröffnungsabend und zu angeführten Zeitpunkten werden Performances als Beiträge im Ausstellungs- und im Stadtraum erlebbar sein.
Zudem ist der bekannte chinesische Performancekünstler Zhou Bin als “Visiting Artist“ mit einem Beitrag in der Ausstellung vertreten. Zhou Bin wandte sich vor etwa zwanzig Jahren der Performance als Medium zu, weil diesem, wie er meint, gerade in einer Zeit, in der Kunst so stark materialisiert werde, eine besondere kritische Kraft eigen sei. Er ist für drei Monate Gast der Universität für angewandte Kunst Wien im Rahmen ihres internationalen “Artist Residency“-Programms.

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Foto: Künstlerische Arbeit von Tonio Kröner, Präsentation kkp