Post-apokalyptische Utopie

Mag.a, MA Tanja Widmann

Künstl. Projektarbeit II und IV. bzw.

Künstlerische Projektarbeit 2 und Künstlerische Praxis 2 kkp (2016S / insges 4 WStd. / Seminar)

Ort und Zeit: in der Form von Blockseminaren. n.V.

Erstes Treffen: HS4, Do. 10.03.2016, 17.00 – 21.00 weitere Termine n.V.

Greer Lankton, Black doll and chair in Starship Magazin Nr 13. 2015
Greer Lankton, Black doll and chair in Starship Magazin Nr 13. 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Bewegungen der Avantgarde und der Moderne lag ein – wenngleich mitunter nihilistisch formulierter – Moment zugrunde, das Jetzt in einer in die Zukunft projizierten transformierten Version zu denken. Dieser utopische Aspekt meinte nicht nur eine radikale Erneuerung der Kunst, sondern auch den Entwurf neuer Lebensformen und einer neuen Gesellschaft. Gegenwärtig lässt der Blick in die Zukunft eher verdunkelte Szenarien auftauchen. In postapokalyptischen Versionen dieser und anderer Welten sind ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Systeme schon lange auseinander gebrochen. Nicht nur in Mad Max. Fury Road (George Miller, USA 2015) finden wir uns in wüstenartigen Landschaften ein, in denen der Planet ausgeschöpft und erhitzt daliegt, die Ressourcen zum Überleben karg geworden und Formen der Solidarität erst neu erfunden werden müssen. Einfach an den Ausgangspunkt zurückzukehren – wie dies in Mad Max vorgeschlagen wird, scheint jedoch auch keine wirklich reizvolle Perspektive. Da scheint es durchaus sinniger, sich den Mund mit toxischem Chromspray zu besprühen und die Cyborg in sich auszupacken.

Wir wollen uns historische und gegenwärtigen Entwürfe von (post-apokalyptischen) Utopien ansehen, sowohl in deren Fassung in theoretischen Texten, Filmen und TV-Serien als auch in den historischen und gegenwärtigen Bezugnahmen in der Kunst. Vor allem gilt es, eine Untersuchung anzustellen, mit welchen ästhetischen Praxen und Formgebungen in der zeitgenössischen Kunst auf gegenwärtige Szenarien ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Krisen reagiert wird, wie dies aufgegriffen und reflektiert wird. Entlang dieser Fragestellungen wird die eigene künstlerische Arbeit entwickelt und in den Seminaren diskutiert.

Achtung: Die Seminare sind nur in der gegebenen Kombination möglich.

 

 

 

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