Hey you guys

Künstlerische Projektarbeit, Theorie und Praxis, RESEARCH, Seminar 4 stündig

Robert Rodriguez Planet Terror (USA 2007)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeit: jeweils Freitag, 11.00 – 14.00. Beginn 14. 10. 2011

Ort: HS4

Bislang wurde die Filmreihe im NOWWOW Kino von mir aus dem Zusammenhang der Seminare entwickelt. D.h. während im Seminar unter thematischen Schwerpunkten und in der Auseinandersetzung mit formalen und inhaltlichen Fragen zeitgenössischer künstlerischer Praxis – im Blick auf die kunstgeschichtlichen Entwicklungen und die begleitenden Diskurse im Kunstfeld ­­– künstlerische Projekte entwickelt wurden, wurde entlang der gegebenen Fragestellungen gemeinsam mit den Studierenden auch ein Programm mit Filmen entworfen. Dabei wurden jeweils Filme aus dem Filmkontext zu Filmen aus dem Kunstkontext gestellt, um so auch zu überprüfen welche Fragestellungen und Formgebungen der jeweilige Kontext hervorbringt und in welchem Momenten Überlagerungen aber auch Differenzen festgestellt werden können. Gerade weil im Kunstraum seit geraumer Zeit gerne auch mit Film oder Video gearbeitet wird, mitunter auch von einem cinematic turn in der Kunst gesprochen wird, macht es Sinn sich die künstlerischen Praxen im Umgang mit Film genauer anzusehen.

Was sehen wir uns wie im Kino, am Computer oder Fernseher oder im Kunstraum an. Wie funktioniert das Medium Film/Video überhaupt, welche Fragestellungen wurden im und in Bezug auf das Medium entworfen? Welche optischen und akustischen Situationen wurden im Medium Film und oft in Bezugnahme auf die spezifischen Kontexte entwickelt und was könnt ihr dabei für eure eigene künstlerische Praxis wie für Fragen der (Kunst)Vermittlung ableiten.

Diesmal setze ich die Praxis des Filmeschauens als eigenständiges Seminar an, in Fortführung eines inhaltlichen Schwerpunkts, der im letzten Semester gemeinsam mit Studierenden entwickelt wurde:  FRAUEN UND FEMINISMUS UND FILM UND DU

Unser Ankündigungstext war wie folgt formuliert

gegen einen gender-mainstreaming begriff, der geschichtsvergessen fragestellungen feministischer positionen zu einem einzigen und quasi obsolet gewordenen feminismus erklärt, wendet sich now wow entlang einer geschichte des (post)feminismus, der nicht aufhört die frage nach dem (un)möglichen ort der frau zu stellen, eben diesen fragestellungen noch einmal zu. die absurdität der formel „frauen und film“ gilt hier als ausgangspunkt. wohl unvermeidlich hat die aufweichung disziplinärer grenzen zu einer vernachlässigung feministischer fragen geführt.die frage nach der verfasstheit des bildes, auch in ihren materiellen und medialen bedingtheiten, ist eine der ersten, die die gender studies sich gestellt haben.

frauen als produzentinnen, frauen als subjekte und objekte der repräsentation bilden die ankerpunkte der auswahl. arbeiten zu bild und raum, die intensivierte auseinandersetzung mit materialität und form machen die allgegenwärtigkeit der geschlechterdifferenz deutlich – und die rede von in oder out überflüssig.

wie bisher kommt einer der gezeigten filme im kino in der mensa aus dem kunst-, der andere aus dem mainstreambereich, um die fragen von produktion, repräsentation und rezeption, sowie der jeweiligen ästhetischen codierungen im wechsel der kontexte genauer fassen zu können… come

Dies ist unser Ausgangspunkt. Konkrete Fragestellungen und die Filmauswahl selbst werden im Seminar noch herausgearbeitet, dazu gibt es begleitend eine Textauswahl zur weiterführenden Auseinandersetzung. Reicht die Spanne bei den Texten von Laura Mulvey bis hin zu Gilles Deleuze, ist auch die Filmauswahl entsprechend weit gefasst – der deutlich an B-Movies angelehnte Trashfilm  Death Proof von Quentin Tarantino wäre ebenso denkbar wie die an den Melodramen der 1930 – 50 er Jahren angelehnte Fernsehserie Mildred Pierce (2010) von Todd Haynes, Filme/Videos der an ephemeren Erscheinungsformen interessierten Künstlerin Nina Könnemann ebenso wie solche der an popkulturellen Formaten interessierten Künstlerin Melanie Gilligan oder der mit architektonischen Äußerungsformen der Moderne befassten Künstlerin Dorit Margreiter. Die Filmabende sollten 1 bis 2x im Monat stattfinden, das Seminar ist wöchentlich.

 

 

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